„In meiner Familie spielen alle Klavier - ich bin da etwas aus der Art geschlagen“ kommentiert die Geigerin Tatjana Maté selbstironisch die Wahl ihres Instrumentes.

Die Tochter einer serbischen Konzertpianistin und eines slowenischen Neurochirurgen wurde in London geboren. Als 5-jährige kehrte sie mit ihren Eltern nach Slowenien zurück, wo sie ein Violinstudium begann.




Nach ihrem Aufbaustudium in Deutschland und dem Solistendiplom in Großbritannien gab die ausgebildete Konzertgeigerin Konzerte in ganz Europa und stand auf Bühnen wie Saal der Slowenische Philharmonie in Ljubljana,Theater Baden Baden, Gasteig München,St. John´s Smith Square und Festival Hall in London.

 

Sie bekam Anstellungen bei verschiedenen Orchestern (St. Martins in the Field, Schleswig Holstein Orchester 1989 unter Leonard Bernstein,  Konzert in Ferarra 1996, der Chamber Orchestra of Europe mit dem Solisten Luciano Pavarotti, Tonhalle Zürich, Bamberger Symphoniker und dem Philharmonischen Orchester Nürnberg) und erspielte sich etliche Preise (Stoutzker Violin Prize an der Royal College of Music, Preisträgerin des British Recital Prize Wettbewerbs in London,  Preisträgerin der Carl Flesch Akademie in Baden Baden).




Nach Jahren des immer wieder kehrenden klassischen Repertoires kam Tatjana an den Punkt, wo sie sich dafür entschied, ihre eigenen musikalischen Vorstellungen zu entwickeln. Tatjana begann ihre Stücke selbst zu komponieren und schöpfte aus dem Fundus aller musikalischen Stile und Kulturen.
So entstanden erstmals Kompositionen mit Computer Beats und Loops, einer Mischung aus Elektronik und live gespielter Geige (Tzigana und Tree). Später widmete sie sich aber ganz der elektronikfreien und experimentalen Musik, die sie unter anderem zu Installationen in Ausstellungen für moderne Kunst performte.


Nachfolgend sind einige Auftritte aufgelistet, die sie in der Zeit gegeben hatte:


  • 2007 Teilnahme am Creole Wettbewerb Bayern 

  • 2007 Auftritt zur Eröffnung des Filmfestivals über Menschenrechte in Nürnberg

  • Oktober 2008
 Musikalischer Beitrag zum‚‚ Auftakt des 2. Bundesfachkongresses Interkultur "Musikalische Grenzgänge zwischen den Kulturen" in Nürnberg

  • November  2008
: Live Auftritt bei der Ausstellung "Wasser" in Nürnberg (AEG)
  • 


  • April 2009
: Live Performance mit Installation von Eva Engelhardt und Anneliese Kraft zu Thema "Verwandlung" im Kulturforum in Fürth



 


Die Musik aus Ihrer neuesten CD "Raum Ich" wurde von der Choreographin Susanna Curtis und ihrem Tanzensemble Curtis & Co Dance Affairs für zwei unterschiedliche Tanzvorstellungen (Prozorov Park 2012 und Insideout 2013) verwendet.



Während der Suche nach ihren slawischen Wurzeln entwickelte sich eine neue Idee. Tatjana begann, sich in der Tiefe mit der Herkunft der Slawischen Völker und ihrer Musik zu beschäftigen. Daraus entstand das Ensemble „Samotarka“,  ein Trio mit dem russischen Musiker Alexei Obukhov und dem iranischen Percussionisten Hadi Alizadeh.


Derzeit arbeitet Tatjana an einem neuen Projekt, eine Reise in unerforschte Klang und Formwelten eines neuen Zeitalters.

tree
Tree
Tzigana
Tzigana
Raum Ich
Raum Ich
Raum Ich
Link zu Soundcloud

Texte zu den Albums:

ZENTRALNERV, NÜRNBERG

„Tatjana Maté komponiert fragile Geigenmelodien mit Popanstrich, legt gelegentlich harte Beats darunter und verpasst den Nummern mit zerbrechlichem Sopran mystische Texte auf Latein, Englisch, Afrikanisch oder Japanisch. Ein interessanter Dschungel zum Chillen, phantasievoller Crossover zwischen Klassik und Mittelalter

NEUE PRESSE, COBURG

„Künstlerischer Spagat zwischen Bamberger Symphonikern und elektronischer Popmusik“ „Was bei Künstlern wie dem Geiger André Rieu oder dem Tenor Helmut Lotti zur Anbiederung an das Triviale, Kitschige und Gewöhnliche verkommt, wird bei Maté zum Flirt mit der Muse des Außergewöhnlichen. Schon beim ersten Zuhören gibt sich die Akteurin als Seelenverwandte von Künstlerinnen wie Lisa Gerard, Björk oder Enya zu erkennen, für die es ebenfalls keine räumlichen, zeitlichen und stilistischen Grenzen gibt. Es ist dieser Wagemut, der von einem Hang zum Unorthodoxen geprägt ist, der diese Musikerin und ihre Lieder so faszinierend für den Zuhörer werden lässt.

FRÄNKISCHE NACHT, BAMBERG

„Fragile, mitunter exotisch anmutende Violinenklänge treffen auf rudimentäre Computer-Beats und sphärischen Frauengesang mit mystischen Texten – der gelungene Saitensprung einer begabten Grenzgängerin zwischen traditioneller Klassik und innovativer Populärmusik.“

DOPPELPUNKT, ERLANGEN/NÜRNBERG

„Tatjana Maté geht eigene, wenig betretene Wege. Sie verbindet Elektronik, Folklore und Ethno mit ungewöhnlichen Arrangements, die sie in die Nähe von Björk stellen. Kein Stück gleicht auch nur entfernt dem anderen, als schöpfe sie aus einem unendlichen Klang- und Stilfundus. Ich hoffe, die komplette CD folgt bald nach.“

FÜRTHER NACHRICHTEN

„Die Violinistin und Sängerin Tatjana Maté riss ihr Publikum beim Auftritt im Blue Note rückhaltlos mit. Allenfalls ihre voll ausgereifte Technik lässt beim Konzert auf den klassischen Hintergrund schließen. Ihre Musik ist hingegen ein Streifzug durch den Spielplatz der unbegrenzten Möglichkeiten. Begleitet vom variablen, einfühlsamen Percussionisten Stefan Barnikel und unterstützt von selbst kreierten elektronischen Loops sowie zusätzlichen Violin- und Gesangsspuren erschafft sie eine Klangwelt, die vertraute Formen konsequent ignoriert. Erstaunlich, dass diese Musik bei all ihrer Vielfältigkeit nie beliebig klingt, ebenso, dass trotz des massiven Elektronik-Einsatzes die Wärme, der Humor und die Spontaneität nicht verloren gehen. Das restlos begeisterte Publikum war sich wohl einig: Hier hat sich eine hochtalentierte Künstlerin freigeschwommen, die ihren eigenen Weg gehen wird.“

NÜRNBERGER NACHRICHTEN

„Futter für die Fantasie aus einer wunderlichen Welt“ „Ihre Debut-CD ist ein erfrischender Spaziergang durch eine wunderliche Welt, in der jederzeit alles passieren kann: Rhythmisch prägnante Loops pochen zu verschlungenen Zigeunermelodien, afrikanisch inspirierte Perkusssionfiguren schieben sich polyrhythmisch übereinander, ein entrückter, mehrstimmiger Chor flötet selig, dann wieder wilde Breakbeats und stakkatoartige Geigenattacken. Man darf gespannt sein, wohin die Reise noch geht.“